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28.01.2020 00:00

Mit Tabuthema zum Weltrekord

Warum ich beim internationalen Speaker Slam in München das Publikum mit meiner Rede zu Tränen gerührt habe.

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(c) Dominik Pfau

New York, Wien, Hamburg und jetzt zum vierten Mal München. 71 Teilnehmer aus über 14 verschiedenen Nationen gaben am 24.01.2020 ihr Bestes, um die Jury aus TV-, Radio- und Agenturexperten, sowie die rund 300 anwesenden und tausende Zuschauer des live Streams, zu begeistern.

Was ist ein Speaker Slam?

Der Speaker Slam ist ein Rednerwettstreit. Ähnlich wie bei den beliebten Poetry Slams, wo um die Wette gereimt oder gerappt wird, messen sich beim Speaker Slam Redner mit ihren persönlichen oder fachlichen Themen. Die Herausforderung bei diesem Slam: Exakt 4 Minuten Redezeit bevor das Mikrofon abgedreht wird.

Introvertiert

Einige wissen, dass ich seit 2006 als Trainerin und auch als Lehrbeauftragte, Online-Kongressveranstalterin und Expertin gewohnt bin vor Menschen zu sprechen. Warum es trotzdem ein Schritt raus aus meiner Komfortzone war und ich diesen Sprung freiwillig gemacht habe?

Ich bin ein introvertierter Mensch, der von sich aus nicht ständig die Bühne oder das Rampenlicht sucht. Jemand, der gerne andere groß macht und im Hintergrund die Fäden zusammenzieht.

Ich bin nicht gut genug

Ich habe eine 5-stellige E-Mailliste und Menschen, die mir über Social Media folgen. Menschen, die Ziele und Träume haben, aber oft nicht den Mut, um diese umzusetzen. „Ich bin nicht gut genug.“ „Wen interessiert schon mein Leben.“ „Das klappt bei anderen, aber bei mir ist alles anders.“ Es gibt noch tausende weitere Sätze oder Stempel, wie ich sie in meiner Rede nenne, die wir oder die Gesellschaft uns aufgedrückt haben. So sind wir abgestempelt und unser Kern und das wahre Potenzial sind verdeckt von all den Glaubenssätzen und Verursachern unserer Unzufriedenheit.

Meine Motivation

Ich bin nicht bereit zu glauben, dass ich nur weil ich introvertiert bin, nicht auf der Bühne stehen kann. Genauso wie jemand anderes nicht glauben sollte, dass er oder sie nie das Leben seiner Träume leben kann, auch wenn das Leben gerade mehr als ungünstig verläuft.

Ich bin Unternehmerin und sollte diese Bühne und Medienwirksamkeit für die Bewerbung meiner Angebote nutzen. Ich entscheide mich dagegen.

Ich entscheide mich dafür, mich verletzlich zu zeigen. Zu zeigen, dass jeder es in der Hand hat, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Tränen fließen

Ich spreche über meine Fehlgeburt im Zug, wie ich den Embryo die Toilette runterspülte und aus lauter Pflichtbewusstsein weiter zu einer Messe fuhr und dort weiter funktionierte, wie auch so viele andere Menschen auf der Welt, die trotz Unzufriedenheit im Job oder im Leben nichts daran ändern.

Ich weine, beim Publikum fließen die Tränen. Einige hätten sich vielleicht lieber leichtere Unterhaltung gewünscht, andere fangen an darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist im Leben.

Meine 3 Learnings

Es gab viele unterschiedliche Weckrufe des Lebens, die mich letztendlich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Ich teile 3 meiner Erkenntnisse:

1. Man muss sich nicht entscheiden zwischen Geld oder Liebe. Überall im Leben kannst Du das „oder“ mit dem „UND“ ersetzen.

2. Wer weiß, wie er zum Ziel kommt, hat sein Ziel zu klein gewählt. Das ist der Grund warum ich Ziele erreiche, von denen andere nur träumen.

3. Menschen, die sich bewusst dazu entscheiden, weniger zu arbeiten, sind reicher. Erfolg bedeutet nicht nur harte Arbeit, sondern auch Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu haben.

Meine Löffelliste

Meiner Meinung nach ist der Tod ein sehr guter Ratgeber und so stelle ich auch während meiner Rede die Frage: „Was würdest Du tun, wenn Du nur noch ein Jahr zu leben hättest?“ Ich erzähle von meiner Challenge, bei der ich innerhalb eines Jahres mindestens 50 Punkte meiner Löffelliste (Dinge, die sie vor dem Tod noch erleben möchte) umsetze. Ich erzähle vom Sternenhimmel in der Sahara, von den Polarlichtern in Island.

Wenn das Mikrofon ausgeht

An dem Abend schaffe ich mit genau 4 Minuten eine absolute Punktlandung. Das Publikum klatscht, ein Buzzer ertönt, einige Zuschauer wischen sich die Tränen ab. Ich verlasse unter tosendem Applaus die Bühne, setze mich hin. Das also war ́s jetzt. 4 Minuten, in denen ich mich so verletzlich gezeigt habe und das vor so vielen Menschen.

Weltrekord

An dem Abend bin ich Teil des neuen Weltrekordes, den Hermann Scherer im Rahmen seines Gold Programms* mit ausgewählten Teilnehmern aufstellt. Meinen Excellence Award widme ich nach der Preisübergabe all den Menschen, die bereit sind, für ihre Träume zu gehen.


Wie es weitergeht?

Einige Teilnehmer werden nach New York zur Masterclass* fliegen und im Lee Strasberg Institut weiter an ihrer Speakerkarriere arbeiten.

Getreu meines Mottos: „Born to inspire.“ werde ich weiterhin alles dafür geben, um andere Menschen zu inspirieren und voran zu bringen. Ich habe viele Podcasteinladungen erhalten, von Menschen, die berühren und die Welt verändern wollen. Mein nächster Punkt auf meiner Liste: Jeden Monat in 2020 ein eBook zu veröffentlichen.


*Ich verwende zum Teil Partner- und Affiliatelinks, die es mir ermöglichen, an Verkaufserlösen des Anbieters zu partizipieren. Du hast hierdurch keinen Preisnachteil.